EOL für Exchange Web Services – Was nun?
- sync.blue

- vor 4 Stunden
- 3 Min. Lesezeit

Exchange Web Services (EWS) waren über viele Jahre hinweg die technische Grundlage für zahlreiche Integrationen rund um Exchange Online. Microsoft hat nun angekündigt, EWS ab Oktober 2026 schrittweise abzuschalten. In diesem Blogbeitrag geben wir Tipps und Hinweise, was EWS ist, welche Alternativen Microsoft vorsieht, wo mögliche Hürden und Gefahren lauern und wie Administratoren sicherstellen können, dass Kontaktinformationen auch in Zukunft an ihren Bestimmungsort gelangen.
Was sind Exchange Web Services?
Seit Exchange Server 2007 war EWS eine zentrale Integrationsschnittstelle für Drittanbieter-Tools, Migrationen und Automatisierungen in Unternehmen. Damit ließen sich unter anderem E-Mails, Termine und Kontakte zwischen Exchange und anderen Systemen synchronisieren.
Microsoft hat die Weiterentwicklung in den vergangenen Jahren eingestellt und plant die Deaktivierung ab Oktober 2026 sowie die endgültige Abschaltung im April 2027.
Was soll Exchange Web Services zukünftig ersetzen?
Als Nachfolger von Exchange Web Services sieht Microsoft die Microsoft Graph API vor. Über diese Schnittstelle werden künftig viele Funktionen rund um Exchange Online und Microsoft 365 bereitgestellt. Für reine On‑Premises‑Exchange‑Installationen bleibt EWS weiter erhalten.
Unternehmen sollten daher frühzeitig prüfen, welche Anwendungen heute noch auf EWS basieren, und eine Umstellung in ihre Planung aufnehmen, um zukünftige Einschränkungen zu vermeiden.
Welche Implementatierungs-Gaps gilt es zu beachten?
Bei der Migration gibt es einige Hürden zu beachten, da die Microsoft Graph API bestimmte Funktionen und Szenarien, für die EWS genutzt wurde, noch nicht lückenlos abdecken kann.
Nachfolgend eine kurze Übersicht möglicher Lücken, die IT‑Administratoren berücksichtigen sollten. Microsoft plant jedoch, diese entsprechend zu schließen:
Öffentliche Ordner: Zentrale Funktionen für Verwaltung und Synchronisation öffentlicher Ordner fehlen in Microsoft Graph weiterhin.
Datenmigration & Archive: Bestimmte Import-/Export-Szenarien sowie der Zugriff auf Archivpostfächer sind bislang nur eingeschränkt möglich.
Administrations- und Spezialfunktionen: Erweiterte Kalender, Ordner und Berechtigungsfunktionen werden nur teilweise unterstützt oder befinden sich noch im Ausbau.
Generell sollten Administratoren ihre bestehenden Anwendungen frühzeitig inventarisieren und rechtzeitig umstellen, um Ausfälle zu vermeiden.
Was bedeutet dies für sync.blue® Kunden?
| Ohne Verwendung von öffentlichen Ordnern in Exchange Online | Mit Verwendung von öffentlichen Ordnern in Exchange Online |
Handlungsbedarf | Es besteht kein Handlungsbedarf, da sync.blue® bereits seit Jahren konsequent auf modernste Schnittstellen setzt. | Kunden mit öffentlichen Ordnern in Exchange Online sollten derzeit mit kleinen Anpassungen rechnen, da diese noch von sogenannten Parity Gaps seitens Microsofts betroffen sind. Selbstverständlich informieren wir frühzeitig und sorgen dafür, dass die notwendige Migration möglichst einfach abläuft. |
Proaktiv kann die EWS‑basierte Integration zwischen Oktober 2026 und April 2027 verwendet werden, indem das Property EWSEnabled = true gesetzt wird. Ob diese Übergangslösung notwendig wird, ist derzeit noch offen. Sollte sie relevant werden, informieren wir euch selbstverständlich entsprechend.
Durch die Unterstützung vieler Schnittstellen für die Kontaktsynchronisation bleiben mit sync.blue® Kontaktdaten konsistent, Migrationsrisiken werden minimiert und IT-Administratoren gewinnen Zeit für andere wichtige Themen.
Fazit
Die Abschaltung von Exchange Web Services in Exchange Online erfordert bereits jetzt aktives Handeln durch IT-Verantwortliche. Eine frühzeitige Bestandsaufnahme, die Priorisierung kritischer Workloads sowie der mögliche Einsatz einer Abstraktionsschicht oder Lösung wie sync.blue® helfen dabei, den Übergang stabil und kontrolliert zu gestalten.
Jetzt Testen!
Teste jetzt die sync.blue®Plattform 14 Tage lang. Unser Team unterstützt dich gerne beim Setup und bei Testszenarien, damit Kommunikation und Datensynchronisation auch nach Oktober 2026 weiterhin stabil und reibungslos funktionieren.

Über sync.blue®
sync.blue® ist das führende Tool zur nahtlosen Synchronisation von Kontakten über mehr als 80 Anwendungen und Geräte. Die Cloud-Lösung bietet sowohl Einweg- als auch Zweiweg-Synchronisation und gewährleistet effizientes Kontaktmanagement. sync.blue® überzeugt durch seine umfangreiche Kompatibilität mit zahlreichen Apps und setzt dabei auf höchste Sicherheitsstandards, einschließlich der DSGVO-Richtlinien. Der Service wird in ISO 27001-zertifizierten deutschen Rechenzentren betrieben, was zusätzlich zur Datensicherheit beiträgt.


